Windows 11 bringt mit dem Update 24H2 einen neuen „Windows-Geschützten Druckmodus" (Windows Protected Print Mode, WPPM) mit – ein Sicherheitsfeature, das viele Unternehmen und Institutionen in den kommenden Monaten beim Rollout beschäftigen wird. Wer weiß, wie IPP und Mopria zusammenspielen, kann sich beim Umstieg viel Zeit sparen.
Was steckt hinter IPP und Mopria?
IPP (Internet Printing Protocol) ist ein herstellerunabhängiges, standardisiertes Druckprotokoll. Windows bringt dafür seit einigen Jahren einen eigenen „Microsoft IPP Class Driver" mit – ein spezieller Herstellertreiber ist damit nicht mehr nötig. Mopria ist eine Zertifizierung, die genau das garantiert: Ein Mopria-zertifizierter Drucker kann über IPP direkt mit dem Microsoft-Treiber sprechen, ganz ohne Zusatzsoftware. Weltweit tragen mittlerweile über 120 Millionen Drucker das Mopria-Siegel.
Windows Protected Print Mode: nur noch IPP, kein Fremdtreiber mehr
Der neue geschützte Druckmodus geht einen Schritt weiter als der reine IPP-Support: Ist WPPM aktiviert, lässt Windows ausschließlich noch IPP-Kommunikation zu und blockiert klassische Drittanbieter-Treiber komplett. Das schließt eine Angriffsfläche, die in der Vergangenheit über kompromittierte oder veraltete Druckertreiber ausgenutzt wurde.
Aktiviert wird der Modus unter Einstellungen → Bluetooth & Geräte → Drucker & Scanner → Druckereinstellungen → „Windows geschützter Druckmodus" → Einrichten.
Voraussetzungen vor der Umstellung
- Windows 11 Version 24H2 oder neuer
- Drucker mit Mopria-Zertifizierung
- IPP am Drucker selbst aktiviert (in den Netzwerkeinstellungen des Geräts)
- Eine feste (statische) IP-Adresse für den Drucker wird empfohlen, damit die Verbindung nach einem Router-Neustart nicht abbricht
Manuelle Einrichtung, falls die automatische Erkennung nicht greift
Wird der Drucker nicht automatisch gefunden, lässt er sich auch manuell über seine IP-Adresse hinzufügen: Einstellungen → Drucker & Scanner → Gerät hinzufügen → „IPP-Gerät" und dort die Adresse im Format ipp://<Drucker-IP>:631/ipp/print eintragen (631 ist der Standard-Port für IPP).
Warum das Thema jetzt relevant wird
Mit dem laufenden 24H2-Rollout stellen aktuell viele Betriebe und Einrichtungen auf die neue Windows-Version um – und stoßen dabei zum ersten Mal auf den geschützten Druckmodus. Wer vorab weiß, ob die eigenen Drucker Mopria-zertifiziert sind und IPP unterstützen, vermeidet Rückfragen und Ausfallzeiten beim Umstieg.


