Netzwerk / Konnektivität

Drucker an der FritzBox: USB-Fernanschluss vs. Netzwerk-Printserver

USB-Fernanschluss (ein PC, volle Funktionen) vs. TCP/IP Port 9100 (alle Geräte). Einrichtung, Energiesparmodus, PrintBot/Mopria.

2 Min. LesezeitCompana Redaktion

1. Der USB-Fernanschluss: Voller Funktionsumfang für einen Nutzer

Der USB-Fernanschluss gaukelt Ihrem PC vor, der Drucker sei direkt per USB-Kabel angeschlossen. * Vorteil: Alle Spezialfunktionen wie die Tintenfüllstandsanzeige, Scanner-Software und Fax-Dienste funktionieren wie gewohnt. * Nachteil: Nur ein Computer kann gleichzeitig auf den Drucker zugreifen. Für andere Rechner im Netz ist das Gerät blockiert, solange die Verbindung besteht.

Einrichtung: 1. Navigieren Sie in der FritzBox-Oberfläche zu Heimnetz > USB-Geräte > USB-Fernanschluss. 2. Aktivieren Sie den USB-Fernanschluss und setzen Sie den Haken bei „Drucker (auch Multifunktionsdrucker)“. 3. Installieren Sie auf Ihrem Windows-PC das Programm „FRITZ!Box USB-Fernanschluss“. Nach dem Start erscheint der Drucker als lokales Gerät in Ihrem System.

2. Die Einrichtung als Netzwerk-Printserver: Drucken für alle

Bei dieser Methode agiert die FritzBox als klassischer Printserver. Hierbei wird der Drucker über eine IP-Adresse im Netzwerk angesprochen. * Vorteil: Jeder im Heimnetz (PC, Laptop, Android-Smartphone) kann gleichzeitig drucken. * Nachteil: Bidirektionale Funktionen wie Scan-to-PC oder die Anzeige des Tonerstandes am Monitor entfallen meist.

Schritt-für-Schritt (Windows 11): 1. Deaktivieren Sie den USB-Fernanschluss in der FritzBox zwingend für diesen Drucker. 2. Gehen Sie zu Einstellungen > Bluetooth & Geräte > Drucker & Scanner > Gerät hinzufügen. 3. Wählen Sie „Der gewünschte Drucker ist nicht aufgeführt“ und dann „Drucker unter Verwendung einer IP-Adresse hinzufügen“. 4. Geben Sie als Hostnamen fritz.box ein. Wählen Sie als Protokoll „Raw“ und den Port 9100.

3. Checkliste: Troubleshooting für FritzBox-Drucker

  • Energiesparmodus: Stellen Sie sicher, dass der USB-Port der FritzBox auf „Power Mode“ (USB 3.0) steht, falls der Drucker nicht initialisiert wird.
  • Treiber-Matching: Installieren Sie den spezifischen Herstellertreiber am PC manuell, bevor Sie den Netzwerkport zuweisen.
  • Smartphone-Support: Android-Nutzer benötigen Apps wie PrintBot oder Mopria, um den RAW-Druck über Port 9100 der FritzBox anzusprechen.

Companas Fazit: Wenn Sie scannen müssen, nutzen Sie den USB-Fernanschluss. Geht es nur um reines Drucken von mehreren Geräten, ist der TCP/IP-Weg via Port 9100 die stabilere und komfortablere Lösung.

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