Ein Foto sieht am Bildschirm oft brillant aus – und wirkt nach dem Ausdruck plötzlich blass oder unscharf. Meist liegt das nicht am Drucker selbst, sondern an drei Stellschrauben: dem richtigen Papier, der passenden Auflösung und den Druckereinstellungen.
Das richtige Fotopapier wählen
Normales Kopierpapier ist für Fotos ungeeignet – es saugt Tinte auf, wodurch Farben verlaufen und blass wirken. Spezielles Fotopapier ist beschichtet und verhindert das Einsaugen der Tinte, wodurch Farben kräftiger und Kontraste schärfer erscheinen. Glänzendes Fotopapier liefert die kräftigsten Farben und eignet sich gut für Farbfotos, mattes Fotopapier reduziert störende Reflexionen und wirkt bei Schwarzweißaufnahmen oft edler.
Auflösung: Warum 300 dpi die Faustregel ist
Damit ein ausgedrucktes Foto scharf wirkt, sollte die Bilddatei eine Auflösung von mindestens 300 dpi (dots per inch) in der gewünschten Ausdruckgröße haben. Ein Bild mit 1200 x 1800 Pixeln reicht damit rechnerisch für einen scharfen Ausdruck im Format 10 x 15 cm, für ein großes Poster im Format A3 wäre die gleiche Datei dagegen zu niedrig aufgelöst und würde unscharf oder verpixelt wirken. Vor dem Druck lohnt sich daher ein Blick auf die tatsächlichen Pixelmaße der Datei im Verhältnis zur geplanten Ausdruckgröße.
Die richtigen Druckereinstellungen
Im Druckdialog sollte für Fotos immer die höchste verfügbare Druckqualität ("Foto" oder "Best") statt der Standardeinstellung gewählt werden – im Gegensatz zum Dokumentendruck, wo der Entwurfsmodus zum Tintesparen sinnvoll ist, zählt bei Fotos die maximale Detailtreue. Zusätzlich sollte im Treiber die Papiersorte korrekt hinterlegt werden ("Fotopapier glänzend" statt "Normalpapier"), damit der Drucker die Tintenmenge passend dosiert.
Farbmanagement nicht vergessen
Wer konsistente Farben zwischen Bildschirm und Ausdruck erwartet, sollte prüfen, ob das Farbmanagement der Druck-Software aktiviert und nicht doppelt vom Drucker überschrieben wird – viele Programme bieten dazu eine Option "Farbmanagement durch Anwendung" oder "durch Drucker". Beide gleichzeitig aktiv zu lassen führt häufig zu unnatürlich verschobenen Farbtönen.


