Die Zukunft beginnt jetzt: EU-Verordnungen und das Ende der Software-Sperren
Die Jahre 2025 und 2026 markieren den Übergang von freiwilligen Standards zu verbindlichen Gesetzen. Die DIN 33870 dient hierbei oft als technische Blaupause für neue EU-Richtlinien, die den Markt für Druckerzubehör transformieren.
1. Ökodesign-Verordnung (ESPR) und der Digitale Produktpass
Ab 2026 wird der Digitale Produktpass (DPP) für viele IT-Produkte Pflicht. Er enthält Informationen über Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit und Recyclinganteil. Die nach DIN 33870 geforderte Prozessdokumentation von Compana wird somit zur gesetzlichen Voraussetzung für den Marktzugang.
2. Das „Right to Repair“ und das Verbot von Killer-Chips
Die Richtlinie (EU) 2024/1799 tritt im Juli 2026 in Kraft. Sie verbietet Software- oder Hardwaretechniken, die Reparaturen behindern. Dies bedeutet das Ende für Firmware-Updates, die ausschließlich darauf abzielen, normgerecht aufbereitete Kartuschen künstlich zu blockieren.
3. Kampf gegen Patent-Klone
Die DIN 33870 wirkt als Filter gegen patentverletzende Neubau-Kartuschen aus Fernost. Diese Klone sind meist „Single-Use“-Produkte und ökologisch katastrophal. Durch die Beschränkung auf Original-Leergut (Erschöpfungsprinzip) garantiert die Norm volle Rechtssicherheit.
Checkliste: Vorbereitung auf die EU-Vorgaben 2026
- Digitaler Produktpass: Fordern Sie von Ihren Lieferanten bereits jetzt Transparenz über den Leergut-Ursprung.
- Software-Check: Prüfen Sie, ob Ihre Druckerflotte durch Hersteller-Updates in der Nutzung alternativer Toner eingeschränkt wird.
- Zirkularität: Entspricht Ihr Abfallmanagement den Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR)?
Compana Experten Tipp: Unternehmen müssen ab 2026 im Rahmen der CSRD-Berichtspflicht detailliert über ihre Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen informieren. Der Einsatz von Compana Modulen nach DIN 33870 ist ein direkt messbarer Beitrag zur Abfallvermeidung und CO₂-Reduktion, den Sie sofort in Ihre Nachhaltigkeitsberichte übernehmen können.


